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Ältestes Bergwerk

Bereits vor über 3.200 Jahren haben die Kelten im landschaftlich reizvollen Schwarzleotal Erze abgebaut. Damit zählt der Bergbau in Leogang zu den Ältesten im Land – manche behaupten gar, es sei Salzburgs ältestes Bergwerk. Vom Mittelalter bis 1970 wurden in den vier Revieren Schwarzleo, Nöckelberg, Vogelhalte und Inschlagalpe eine Fülle an Erzen und Mineralien abgebaut. 1989 wurde auf Initiative der Gemeinde und des Knappenvereins das Schaubergwerk für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In Handarbeit zu Silber

1425 wird die Bergbautätigkeit im Revier Schwarzleo erstmals urkundlich erwähnt. Silber, Kupfer, Quecksilber, Nickel, Kobalt und Blei wurden hier abgebaut. In dem etwa 20 km umfassenden Grubengelände, in dem sich schmale Stollenstrecken, Zechen und Förderstrecken abwechseln, wurden die begehrten Erze zunächst mittels händischer Schrämarbeit mit Eisen und Schlägel abgebaut.
Etwa 1 cm pro Arbeitsschicht (8 Stunden) konnte dabei der Stollen vorangetrieben werden. Erst später konnte durch Feuersetzen und zuletzt durch Sprengarbeit der Abbau beschleunig werden.

Erze höchster Güte auf 1000 m Seehöhe

Das größte der Reviere in Leogang, Schwarzleo, begint auf etwa 1020 m Seehöhe. Noch etwas höher liegen die Gruben des Barbara- und Danielstollens, die heute als Schaubergwerk “befahrbar” sind. Die Erze waren von höchster Güte, so dass der “Pfenningmeister” der Münze Salzburg daraus den berühmten Salzburger Silbertaler, den “Rübentaler” prägen ließ.

Zunächst wurden die Erze bis Schladming in der Steiermark zur Verhüttung transportiert. Erst 1542 wurde in Leogang die erste Schmelzhütte errichtet, die dem Ortsteil “Hütten” seinen Namen gab.

St. Barbara und Symbole

Die Hl. Barbara ist Hauptschutzpatronin der Bergleute. Die Legende besagt, dass Barbara bei ihrer Flucht an einen Felsen gekommen sei, der sich vor ihr auftatund sie so ihren Verfolgern entkam. Auch der Bergmannsgruß „Glück Auf“, in seiner alten Bedeutung, gibt in der Wendung – Gott tu die Klüfte auf – sinnhaften Ausdruck.

Eisen und Schlägel sind Symbol für den Bergbau. Verkehrt angebracht als Zeichen, dass der Bergbau außer Betrieb ist. Am Barbarastollen wurde das Symbol 1989 mit der Einweihnung des Schauberwerkes wieder angebracht, als Zeichen, dass die Zeche – wenn auch nur zu Besuchszwecken – geöffnet ist.

St. Barbara

„St. Barbara ich bitte dich, behüte und beschirme mich;
damit nach dunkel tiefem Schacht, mir stets die Sonne wieder lacht;
erhalt` mir Kraft zu neu` Gedinge, auf dass auch jedes Werk gelinge,
erbitte mir ein froh` „Glück auf“ und segne meinen Lebenslauf!”

Kontakt

Schaubergwerk Leogang
A-5771 Leogang, Schwarzleo 3

Tel.: +43 6583 8223-30
Email: unterberghaus@leogang.at

Informationen erhalten Sie auch beim Tourismusverband:
Tel.: +43 6582 70660

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